La décomposition du marxisme PDF

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La décomposition du marxisme / Georges Sorel
Date de l’édition originale : 1908
Sujet de l’ouvrage : Marxisme
Collection : Bibliothèque du Mouvement socialiste ; III

Ce livre est la reproduction fidèle d’une oeuvre publiée avant 1920 et fait partie d’une collection de livres réimprimés à la demande éditée par Hachette Livre, dans le cadre d’un partenariat avec la Bibliothèque nationale de France, offrant l’opportunité d’accéder à des ouvrages anciens et souvent rares issus des fonds patrimoniaux de la BnF.
Les oeuvres faisant partie de cette collection ont été numérisées par la BnF et sont présentes sur Gallica, sa bibliothèque numérique.

En entreprenant de redonner vie à ces ouvrages au travers d’une collection de livres réimprimés à la demande, nous leur donnons la possibilité de rencontrer un public élargi et participons à la transmission de connaissances et de savoirs parfois difficilement accessibles.
Nous avons cherché à concilier la reproduction fidèle d’un livre ancien à partir de sa version numérisée avec le souci d’un confort de lecture optimal. Nous espérons que les ouvrages de cette nouvelle collection vous apporteront entière satisfaction.

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Sorel war Gegner der liberalen Demokratie. Selbst keiner konkreten politischen Strömung zugehörig, hatte er Einfluss auf viele antiliberale politische Bewegungen, insbesondere durch seine positive Interpretation politischer Gewalt, die die Gesellschaft kräftige und sittlichen Verfall aufhalte. Georges Sorel wurde 1847 im französischen Cherbourg geboren. Er wuchs in einer bürgerlichen Familie auf und arbeitete viele Jahre als Beamter im Straßen- und Brückenbauwesen in Frankreich. Während dieser Jahre verlief sein Leben strebsam und unauffällig. Ihm wurde das Kreuz der Ehrenlegion verliehen und er wurde zum Chefingenieur ernannt.

Denken abwendet und sich selber als fortschrittlichen Sozialisten bezeichnet. Die Jahre von 1893 bis 1898 waren geprägt von seiner Mitarbeit an verschiedenen sozialistischen Zeitschriften. Dabei wurde er stark durch die Ideen von Karl Marx beeinflusst. Der Theoretiker, welcher schlussendlich den Sozialismus für Sorel attraktiv machte, dürfte aber Pierre-Joseph Proudhon gewesen sein. Marx interessiert sich Sorel nicht für dessen Umsetzung des Sozialismus in der realen Welt, sondern vielmehr für das aufgezeigte Menschenbild. Die Dreyfus-Affäre erschütterte auch Sorel tief. Sie hatte in Frankreich eine scharfe Trennung zwischen dem Staat und der Kirche zur Folge.

Zügel um Gerechtigkeit in die Hände nahm. Was Sorel erschütterte, war die Tatsache, dass aus dem Kampf um Gerechtigkeit ein politischer Kampf wurde und der ganze Prozess ein undurchsichtiger Vorgang von Anschuldigungen und Gegenanschuldigungen wurde. Zum Schluss wurde Dreyfus nicht durch einen Gerichtsspruch, sondern durch politische Amnestie freigelassen. Hieran diagnostizierte Sorel, dass in Frankreich keine Gerechtigkeit herrschte, sondern eine liberale Demokratie ihre Politik auslebte, so wie sie es wollte. Nach dieser Enttäuschung wurde es kurz still im Leben von Sorel.

Mit den Betrachtungen über die Gewalt bekam das Denken Sorels einen neuen Ton. Frankreich stand während dieser Zeit kurz vor einem Bürgerkrieg. Die Menschen hatten Angst vor unkontrollierbarem Gewaltausbruch. Dies veranlasste Sorel, seine Theorie über die Gewalt zu schreiben. Ein weiterer Theoretiker nahm in diesem Zeitraum maßgeblich Einfluss auf Sorel. Bei Henri Bergson fand Sorel die Lebensphilosophie, welche er für seinen Mythos über den Generalstreik brauchte. 1906 in Form von Aufsätzen in einer sozialistischen Zeitschrift und wurde erst zwei Jahre später zu einem Buch zusammengetragen und veröffentlicht.

Die darin enthaltenen Betrachtungen hatten Zündstoff in sich und können aus heutiger Sicht mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 in Verbindung gebracht werden. Dieses Buch kann als Sorels Hauptwerk betrachtet werden, da es im Wesentlichen seine Ansichten über das gesellschaftliche Leben wiedergibt. Maßgebend erhebt er darin Anklage gegen die Sozialdemokraten und Reformisten in Frankreich. Die Erfahrung hat uns bis heute noch immer bewiesen, daß unsere Revolutionäre, sobald sie nur zur Macht gelangt sind, sich auf die Staatsräson berufen, daß sie dann Polizeimethoden gebrauchen und die Gerichtsbarkeit als eine Waffe ansehen, die sie gegen ihre Feinde mißbrauchen können. Somit hat die Regierung zwar gewechselt, aber der alte von ihm verhasste Staatsapparat ist dadurch nicht erschüttert worden, er hat nur sein Gesicht gewechselt. Weiterhin regiert eine intellektuelle Minderheit über die Massen und unterdrückt deren Wille.

Für Sorel ist der Staat aber grundsätzlich ein schwaches Konstrukt, was einer Zivilgesellschaft untergeordnet ist. Durch eine gesunde Debatte und plurale Öffentlichkeit ergeben sich für ihn die Werte in einer Gesellschaft. Ab etwa 1908 beginnt sich Sorel immer mehr für nationalistische und rechtskonservative politische Bewegungen zu interessieren, vor allem für die Action Francaise. Durch die proletarische Gewalt hoffte Sorel auf eine Erneuerung Frankreichs.